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Zu schön für die Zentralschweiz

Nachdem sich das SRF endlich durchgerungen hat, die Miss Schweiz Wahl nicht mehr zu senden, war die Miss-Schweiz-Organisation blamablerweise nicht in der Lage, das Missen Theater mit weniger Budget über die Bühne zu bringen. Wir folgerten daraus, dass sich die Aufregung um Missen langsam legen wird.

Nix da! Blick & Co. berichten stattdessen über die Regio-Missen. Endlich kommen die Miss Züri, Miss Bern oder Miss Zentralschweiz in den Genuss einer schweizweiten Berichterstattung. Und siehe da, es spielt sich das genau gleiche Schmierentheater ab wie jedes Jahr und überall:

Ja, Anja Zeidler war zu schön für die Miss-Regio-Wahl! Die anderen Zicken-Kandidatinnen kamen mit ihrer Schönheit einfach nicht klar und Anja musst wohl oder übel das Handtuch werfen. Soo schaaade, aber so muss es gewesen sein…
Zum Trost nahm sie gleich nach ihrem Ausstieg an der Wahl zum Abarth-Girl (!) teil, die sie zwar nicht gewann, aber immerhin ihren Hintern in die Kamera von blick.ch (≠ Regiopresse) strecken durfte. Selbstverständlich züchtig bedeckt mit einem Bikini-Höschen!

Alle, die auch mal Zicken sehen möchten, sollte sich am 2. Juni im Bahnhof Luzern einfinden, dort wird die Miss Zentralschweiz Wahl dann stattfinden.


Sonntag, 20. Mai 2012, 07:00
Kategorie: Allgemein
Von

Ein Wörterbuch für FAM

Oder: Stinken auch im Trüben gefischte Fische vom Kopf her?

Wir haben ja bereits in der Vergangenheit angedeutet, dass wir Ringier und seiner alle Medien umfassenden, selbstgenerierenden Promo-Strategie auf die Schliche gekommen sind. Das ist an sich kalter Tee. Ringier goes global, das wissen wir auch, aber Rupert Murdoch kanns eh besser und grösser.
Zurück also ins kleine Schweizli, in der Chefpublizist FAM, der Journalisten-Papi (ist wie die Missen-Mami, oder?) die Angel in trübem Wasser auswerfen lässt (er sitzt lieber in Bärlin und pontifiziert).

Der Blick spricht die Sprache seiner Zielgruppe, des Stammtisches, perfekt: Mundart, plakativ, repetitiv, undifferenziert, einfach.
Schöne Eigenkreationen kommen vor: Sex-Grüsel, Terror-Grosi. Absolute Klassiker!
Die Suche in unserem Archiv zeigt, dass auch wir schon des öftern über Sex-Grüsel (was macht eigentlich Jörg Kachelmann?) und Terror-Grosis berichtet haben.
Und jetzt, wird’s jetzt doch noch lustig? Es wird! Zitieren wir aus der Definition im Wörterbuch Psychosoziale Gesundheit:

“Amok(lauf): Eine plötzliche, willkürliche, nicht provozierte Gewaltattacke mit mörderischem oder zumindest erheblich zerstörerischem Verhalten.”

Beängstigend! Zwei nicht provozierte Gewaltattacken mit erheblichem zerstörerischem Verhalten. Die Gefährdung durch diese Rentner hat System. Und das Schlimmste: Blind und taub! Wie kann man nur? Bei genauerem Hinschauen siehts dann allerdings so aus:

Aus “fast blind und taub” wird “mit Hörgerät und starker Brille”. Trifft auf ca. 25% der Bevölkerung zu, nicht?
Im zweiten Fall handelt es sich um mutwilliges Verstört-im-Auto sitzen:

Ok, sie waren verstört. We get the point, Herr Jampen!
Aber nicht nur Grosis und ihre Gschpänli laufen Amok, auch Autos:

Das Tatwerkzeug ist schuld, nicht der Täter. Sascha C. sass nur zufällig drin.
Die Technik hat offenbar zunehmend ihren eigenen Willen. Jetzt haben schon Autos Emotionen. Wo führt das noch hin? Nirgends, denn:

Noch Fragen, Kienzle?

Kommen wir von den Hauptwörtli zu den unnötigen Adjektiven und Adverben. Die unheilige Drei-Einigkeit: Brutal, fatal, irr.

Weiss jemand von einem einfühlsamen, menschlichen Mord? Ich nicht. Aber es muss niemand umkommen, um brutal zu sein:

Eine sanfte, einfühlsame Schlägerei? Und dann ausgerechnet der Sohn. Die Psychologen sind offenbar auch nicht mehr, was sie einmal waren. Weiter im Text:

Irr sein ist lebensgefährlich und kann sogar zum Infarkt führen:

Und zum Schluss:

Explosion? Fatal, also tödlich? Für wen, die Bratwürste? Wow, da mussten wir aber grad einen halben Meter zurückweichen, bei dem Inferno. Die Leute im Nebenzelt wärmen sich derweil den Rücken. Köstlich.
Die ganz Gescheiten werden sagen, dass das “absolut übliche und korrekte Wortbilder“ seien (Dank an David, den Tennisexperten). Aber Repetition ad nauseam macht die Sprache auch nicht richtiger. Es mag zwar üblich geworden sein, ist deswegen aber nicht korrekt.
Und wer da an den Zufall glaubt zahlt einen Taler und ich werde reich!
Gruss vom Doktor


Samstag, 19. Mai 2012, 07:00
Kategorie: Kultur

Die jüngste Mutter der Welt (oder Carli wird Vater)

Hildegard Schwanninger hat wiedermal Breaking News für die hiesige Klatschszene: Carl Hirschmann werde Vater, schreibt sie in der «Weltwoche». Über die Mutter sei nichts bekannt. Wir hoffen mal, dass es sich hierbei so oder so um eine Ente handelt. Denn einerseits stellen wir es uns nicht leicht vor, den Erziehungsmethoden eines Carlis ausgesetzt zu sein (die Gerichtsakten lassen tief blicken) und eine Mama zu haben, die fast gleich alt ist. Andererseits wäre es passend, nebst einem speziellen Vater auch ein spezielles Aussehen zu haben:


Freitag, 18. Mai 2012, 06:00
Kategorie: Männer
Von

Was macht bloss…

Es ist ja schon vor geraumer Zeit erschreckend ruhig geworden um Shawne Fielding. Kein öffentlich ausgetragener Rosenkrieg, keine unsäglichen Anmassungen, keine peinlichen TV-Auftritte, keine Interviews in grottenschlechtem Deutsch, einfach nichts mehr. Hie und da ein paar Fotos von ihr und den Kids auf ihrem Blog, aber mehr gab’s nicht mehr. Wir haben angefangen, uns Sorgen zu machen. Schleichend hat uns dieses Gefühl befallen, zumal sie seit Ende 2011 nie mehr in der Öffentlichkeit gesichtet wurde, zumindest nicht in der von tillate.com.

Klar, es wurde gegen Ende des letzten Jahres immer offensichtlicher, das Shawne punkto Selbstüberschätzung von X.T. aus L. überflügelt worden war und diese sie in Windeseile distanzierte. Aber deswegen muss man doch nicht gleich den Bettel hinschmeissen. Es gibt auch für reifere Selbstdarstellerinnen einen Markt. Obwohl es natürlich etwas schwieriger ist, sich zu behaupten, weil der ganze Ringier-Boulevard die (verbrannten) Finger von allem lässt, was auch nur entfernt etwas mit Thomas Borer zu tun hat. Aber da sind doch wir mit viel Verve in den Bresche gesprungen. Und wir würden das nach wie vor gerne tun, aber dafür müsste uns Shawne zumindest die eine oder andere Vorlage liefern. Also grad vollständig erfinden können wir unsere Geschichten dann auch nicht.

Aber eben, wie es scheint, hat sie dieses Mal den Bettel im grossen Stil hingeworfen. Alle digitalen Dreckschleudern sind verschwunden bzw. deaktiviert worden. Keine Webseite mehr, keine Facebook Seite mehr. Blog? Gone. Aber hoffentlich noch der schöne YouTube Kanal SwissMissBliss…
Dann wenigstens ein paar Tweets…

Etwas weniges haben wir doch noch entdeckt:
Ein vollkommen inaktives Facebook Profil als digitale Visitenkarte?

Die Erklärung könnte hier verborgen liegen:
Wir gehen davon aus, dass sie ihre in Berlin erfolgreich gestartete Diplomaten Karriere wieder aufnehmen möchte. Klar, dass zuerst die höchst undiplomatischen und peinlichen digitalen Spuren verwischt werden müssen. Vieles davon bleibt der Nachwelt trotzdem erhalten. Sie können sich jederzeit in unserem Archiv an den Fieldingschen Ergüssen ergötzen. So ist das eben mit diesem bösen Netz, gell FAM.


Donnerstag, 17. Mai 2012, 06:00
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